SEO ist kein Hexenwerk, nur voller Fachbegriffe. Die meisten lassen sich in ein, zwei Sätzen erklären. Die Begriffe sind nach Thema sortiert: von den Grundlagen über Technik und lokale Suche bis zur Sichtbarkeit in KI-Antworten.
Grundlagen
- SEO (Suchmaschinenoptimierung)
- Alles, was eine Website dafür tut, in den unbezahlten Suchergebnissen von Google und anderen Suchmaschinen weiter oben zu erscheinen: Technik, Inhalte, Links und lokale Angaben. Mehr dazu: SEO & Sichtbarkeit
- SEA (Suchmaschinenwerbung)
- Bezahlte Anzeigen in den Suchergebnissen, bei Google über Google Ads. Sie bringen ab dem ersten Tag Besucher, aber nur, solange Budget läuft.
- SERP (Search Engine Results Page)
- Die Ergebnisseite, die Google nach einer Suche zeigt. Neben den klassischen Treffern gehören dazu Anzeigen, die KI-Übersicht, der Kartenbereich und Fragen-Boxen.
- Organische Suche
- Die unbezahlten Suchergebnisse. Wer hier gut platziert ist, bekommt Besucher, ohne für jeden Klick zu bezahlen.
- Ranking (Platzierung)
- Die Position, auf der eine Seite für einen bestimmten Suchbegriff erscheint. Rankings gelten immer für einen Begriff und oft für einen Ort, nicht für die ganze Website.
- Crawling
- Der Googlebot ruft Seiten ab und folgt den Links darauf zu weiteren Seiten. Was er nicht erreicht, kann Google nicht kennen.
- Indexierung
- Google nimmt eine abgerufene Seite in seinen Index auf, das Verzeichnis aller Seiten, die in den Ergebnissen erscheinen können. Nicht jede gecrawlte Seite wird indexiert.
- Core Update (Google-Update)
- Eine größere Änderung daran, wie Google Seiten bewertet. Google rollt sie mehrmals im Jahr aus; danach können sich Platzierungen spürbar verschieben, ohne dass sich an der eigenen Seite etwas geändert hat.
Keywords und Inhalte
- Keyword (Suchbegriff)
- Das, was Menschen in die Suche eingeben, etwa „Steuerberater Berlin-Mitte“. Gute SEO beginnt mit der Frage, welche Keywords deine Kunden wirklich nutzen.
- Suchvolumen
- Wie oft ein Keyword im Monat gesucht wird. Die Werte aus SEO-Tools sind Schätzungen und eignen sich zum Vergleichen, nicht als exakte Zahl.
- Suchintention (Search Intent)
- Was jemand mit einer Suche erreichen will: sich informieren, Anbieter vergleichen, etwas kaufen oder eine bestimmte Seite finden. Eine Seite rankt nur gut, wenn sie zur Absicht hinter dem Keyword passt.
- Long-Tail-Keyword
- Längere, genaue Suchanfragen wie „Reitunterricht für Kinder ab 6 Braunschweig“. Sie werden seltener gesucht, sind aber leichter zu erreichen und zeigen oft eine klare Kaufabsicht.
- Keyword-Schwierigkeit (Keyword Difficulty)
- Ein Schätzwert von SEO-Tools dafür, wie schwer es ist, für ein Keyword auf die erste Seite zu kommen. Jedes Tool rechnet anders; Google selbst kennt diesen Wert nicht.
- Title-Tag (Seitentitel)
- Der Titel einer Seite, den Google meist als blaue Überschrift im Suchergebnis zeigt. Er sollte das wichtigste Keyword enthalten und neugierig machen; zu lange Titel kürzt Google ab.
- Meta Description
- Der kurze Beschreibungstext unter dem Titel im Suchergebnis. Er beeinflusst nicht die Platzierung, aber ob jemand klickt. Google ersetzt ihn manchmal durch einen eigenen Ausschnitt.
- Überschriften (H1 bis H6)
- Die Gliederung einer Seite. Die H1 sagt, worum es auf der Seite geht, H2 und H3 ordnen die Abschnitte. Das hilft Lesern beim Überfliegen und Google beim Verstehen.
- Duplicate Content
- Gleicher oder fast gleicher Text auf mehreren Adressen. Google zeigt dann meist nur eine Version und entscheidet selbst, welche. Abhilfe schaffen eigene Texte, Weiterleitungen oder ein Canonical-Tag.
- E-E-A-T (Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness)
- Erfahrung, Fachwissen, Autorität und Vertrauenswürdigkeit: Kriterien aus Googles Richtlinien für die Qualitätsbewertung von Suchergebnissen. Kein einzelner Rankingfaktor, aber eine gute Richtschnur: Wer schreibt hier, und warum sollte man ihm glauben?
- On-Page- und Off-Page-SEO
- On-Page ist alles auf der eigenen Website: Texte, Titel, Struktur, Technik. Off-Page ist alles außerhalb: Links von anderen Seiten, Erwähnungen, Bewertungen.
Technik
- Technisches SEO
- Alles, was Google braucht, um eine Website abrufen, verstehen und schnell ausliefern zu können: Ladezeit, saubere Adressen, Weiterleitungen, Sitemap und strukturierte Daten. Die Grundlage, auf der Inhalte erst wirken.
- Core Web Vitals
- Drei Messwerte von Google für das Nutzererlebnis: LCP (wie schnell der größte Inhalt sichtbar ist), INP (wie schnell die Seite auf Klicks reagiert) und CLS (wie stark Inhalte beim Laden verrutschen). Als gut gelten laut Google ein LCP bis 2,5 Sekunden, ein INP bis 200 Millisekunden und ein CLS bis 0,1. Mehr dazu: web.dev: Web Vitals
- Mobile-First-Indexierung
- Google bewertet Websites nach ihrer Handy-Version. Was mobil fehlt oder schlecht funktioniert, zählt auch für die Desktop-Suche nicht.
- robots.txt
- Eine Datei im Hauptverzeichnis der Website, die Suchmaschinen sagt, welche Bereiche sie nicht abrufen sollen. Sie verhindert nicht zuverlässig, dass eine Seite im Index landet; dafür ist noindex da.
- noindex
- Eine Anweisung im Code einer Seite, sie nicht in die Suchergebnisse aufzunehmen. Sinnvoll für Danke-Seiten oder interne Bereiche, fatal, wenn sie nach einem Relaunch versehentlich auf der ganzen Website stehen bleibt.
- XML-Sitemap
- Eine Liste aller Seiten, die Google finden soll, meist unter /sitemap.xml. Sie hilft vor allem bei neuen oder großen Websites, ersetzt aber keine gute interne Verlinkung.
- Canonical-Tag
- Ein Hinweis im Code, welche Adresse die Hauptversion einer Seite ist, wenn derselbe Inhalt unter mehreren Adressen erreichbar ist, etwa mit und ohne Filter-Parameter.
- 301-Weiterleitung (Redirect)
- Leitet eine alte Adresse dauerhaft auf eine neue um. Beim Relaunch oder Systemwechsel unverzichtbar, damit Besucher und Google-Platzierungen von den alten Seiten mitkommen.
- 404-Fehler
- Die Meldung „Seite nicht gefunden“. Einzelne 404-Seiten sind normal; problematisch wird es, wenn wichtige Seiten oder Seiten mit vielen Links darauf plötzlich fehlen.
- Strukturierte Daten (Schema.org)
- Zusätzliche Angaben im Code, die Suchmaschinen und KI-Assistenten genau sagen, was auf der Seite steht: Firmenname, Adresse, Öffnungszeiten, Preise, Fragen und Antworten.
- Rich Results (Rich Snippets)
- Erweiterte Suchergebnisse mit Sternen, Preisen, Veranstaltungsdaten oder Brotkrumen-Pfad. Sie entstehen oft aus strukturierten Daten und fallen in der Ergebnisliste stärker auf.
- HTTPS
- Die verschlüsselte Verbindung zur Website, erkennbar am Schloss im Browser. Heute Pflicht: Browser warnen sonst vor der Seite, und Google bevorzugt sichere Seiten.
Links
- Backlink
- Ein Link von einer anderen Website auf deine. Für Google eine Art Empfehlung: Ein Link von einer bekannten, thematisch passenden Seite zählt mehr als viele von beliebigen Verzeichnissen.
- Interne Verlinkung
- Links zwischen den Seiten deiner eigenen Website. Sie zeigen Google, welche Seiten wichtig sind, und führen Besucher zur nächsten passenden Seite.
- Ankertext
- Der klickbare Text eines Links. „SEO-Beratung in Berlin“ sagt Google und Lesern mehr über das Ziel als „hier klicken“.
- nofollow
- Eine Kennzeichnung an einem Link, die Google sagt, dass er keine Empfehlung sein soll, etwa bei Werbung oder Kommentaren. Google wertet sie als Hinweis, nicht als feste Regel.
- Domain-Autorität (Domain Rating, Domain Authority)
- Eine Kennzahl von SEO-Tools wie Ahrefs oder Moz, die die Linkstärke einer Website schätzt. Nützlich zum Vergleichen mit Mitbewerbern, aber kein Wert, den Google verwendet.
Lokale SEO
- Lokale SEO
- SEO für Suchen mit Ortsbezug wie „Zahnarzt Prenzlauer Berg“ oder „Friseur in der Nähe“. Für Unternehmen mit Kunden vor Ort meist der schnellste Weg zu mehr Anfragen. Mehr dazu: SEO & Sichtbarkeit
- Google-Unternehmensprofil (früher Google My Business)
- Der kostenlose Eintrag deines Unternehmens bei Google mit Adresse, Öffnungszeiten, Fotos und Bewertungen. Er erscheint in Google Maps und neben den Suchergebnissen und ist für lokale Unternehmen oft wichtiger als die Website selbst.
- Local Pack (Kartenbereich)
- Der Block mit Karte und meist drei Unternehmenseinträgen, den Google bei lokalen Suchen über oder zwischen den normalen Ergebnissen zeigt. Wer hier steht, bekommt viele Anrufe und Routenanfragen.
- NAP (Name, Address, Phone)
- Name, Adresse und Telefonnummer. Sie sollten auf der Website, im Unternehmensprofil und in Verzeichnissen überall gleich geschrieben sein, damit Google sicher ist, dass es um dasselbe Unternehmen geht.
- Bewertungen
- Sterne und Erfahrungsberichte im Google-Unternehmensprofil und auf Portalen. Sie beeinflussen, ob dich Google lokal weit oben zeigt und ob jemand dich anruft oder den nächsten Eintrag wählt.
Messen
- Google Search Console
- Ein kostenloses Werkzeug von Google, das zeigt, für welche Suchbegriffe deine Website erscheint, wie oft sie angeklickt wird und welche Seiten Probleme bei der Indexierung haben.
- Impressionen
- Wie oft deine Seite in den Suchergebnissen angezeigt wurde, egal ob jemand geklickt hat. Viele Impressionen und wenige Klicks deuten auf einen schwachen Titel oder eine zu niedrige Platzierung.
- Klickrate (CTR, Click-Through-Rate)
- Der Anteil der Impressionen, aus denen ein Klick wurde. Sie hängt stark von der Platzierung ab und davon, wie gut Titel und Beschreibung zur Suche passen.
- Keyword-Tracking (Rank-Tracking)
- Die regelmäßige Messung, auf welcher Position deine Seiten für festgelegte Suchbegriffe stehen, am besten für deine Stadt statt für ganz Deutschland. So wird sichtbar, ob SEO-Maßnahmen wirken. Mehr dazu: Keyword- & KI-Monitoring
- Sichtbarkeitsindex
- Eine Kennzahl, vor allem von Sistrix bekannt, die die Sichtbarkeit einer Domain über sehr viele Suchbegriffe zu einem Wert zusammenfasst. Gut für den Trend und den Vergleich mit Mitbewerbern, weniger für kleine lokale Websites.
- Google Analytics
- Ein Werkzeug, das misst, was Besucher auf deiner Website tun: woher sie kommen, welche Seiten sie aufrufen, ob sie anfragen. Braucht in Deutschland eine Einwilligung über das Cookie-Banner.
KI-Sichtbarkeit
- KI-Übersicht (AI Overviews)
- Die von KI geschriebene Zusammenfassung, die Google bei vielen Suchen über den normalen Ergebnissen zeigt, mit Links zu den Quellen. Wer dort als Quelle erscheint, wird gesehen, auch wenn weniger Menschen weiterklicken.
- LLM (Large Language Model, Sprachmodell)
- Das Modell hinter KI-Assistenten wie ChatGPT, Gemini, Claude oder Perplexity. Es beantwortet Fragen aus gelerntem Wissen und, bei vielen Assistenten, aus aktuellen Suchergebnissen.
- GEO (Generative Engine Optimization, auch AEO oder LLMO)
- Optimierung dafür, in Antworten von KI-Assistenten genannt und verlinkt zu werden. Baut auf gutem SEO auf: klare Leistungsseiten, strukturierte Daten, Bewertungen und Erwähnungen auf anderen Seiten. Mehr dazu: Keyword- & KI-Monitoring
- AI-Prompt-Tracking
- KI-Assistenten werden regelmäßig dieselben Fragen gestellt, die deine Kunden stellen würden. Ausgewertet wird, ob du genannt wirst, ob deine Website verlinkt ist und welche Mitbewerber auftauchen. Mehr dazu: Keyword- & KI-Monitoring
- Quellen (Citations)
- Die Websites, die ein KI-Assistent in seiner Antwort verlinkt. Sie zeigen, woher die KI ihr Wissen über deine Branche hat, und wo Inhalte von dir fehlen.
- llms.txt
- Eine kurze Textdatei im Hauptverzeichnis der Website, die KI-Modellen in einfachem Markdown erklärt, was das Unternehmen macht und welche Seiten wichtig sind. Ein Vorschlag, kein offizieller Standard, und kein Rankingfaktor bei Google, aber schnell erstellt. Mehr dazu: llmstxt.org
Ein Begriff fehlt oder ist unklar? Schreib uns, wir ergänzen das Glossar. Wie die Begriffe in der Praxis zusammenspielen, zeigt die kostenlose SEO-Analyse an deiner eigenen Website.